Du hast dir vorgenommen, dich gesünder zu ernähren? Eine gute Entscheidung! Denn heute weiß man, dass es sehr viele Krankheiten gibt, die durch die richtige, gesunde Ernährung möglicherweise erst gar nicht entstehen.

Zuckerfreie Ernährung, glutenfreie Ernährung, vegane Ernährung, Clean eating… all das sind Begriffe, die in der letzten Zeit immer öfter auftauchen.

Doch wie sieht sie denn nun wirklich aus, die gesunde und ausgewogene Ernährung? Daran scheiden sich leider die Geister. Ich habe mich wirklich viel mit dem Thema beschäftigt und konnte teilweise recht widersprüchliche Aussagen finden. Dennoch kann man zumindest eine Art „roten Faden“ erkennen, wenn es um eine gesunde Ernährung geht. In vielen Aspekten ist man sich nämlich mittlerweile längst einig.

Abgesehen von externen Aussagen kann ich aus eigener Erfahrung ehrlich sagen: Ernährung bewirkt enorm viel.

Und sehr viele Krankheiten entstehen tatsächlich durch falsche bzw. durch westliche Ernährung, die leider immer noch aus zu viel Fastfood, Fertignahrung, Fetten und Zucker besteht. Immer noch liegt auf den Tellern zu viel Fleisch und viel zu wenig Gemüse und Obst.

Dabei ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung gar nicht so schwierig – sicher, du musst dafür vielleicht deine kompletten Gewohnheiten über Bord werfen, aber eins steht fest: es wird sich lohnen. Ein bekanntes Sprichwort sagt:

„Du bist, was du isst“

Viele Menschen geben der Nahrung nicht den nötigen Stellenwert, die sie eigentlich haben sollte. Nahrung soll vor allem eins: Nähren. Das Essen soll deine Medizin sein. Unsere Ernährungssünden sorgen dafür, dass wir an Zivilisationserkrankungen erkranken, die man in vielen anderen Ländern der Welt gar nicht kennt. Zwar kommen hier natürlich auch noch andere Faktoren ins Spiel. Dennoch kann man mit der Ernährung viel, sehr viel sogar erreichen, wenn es um die Gesundheit geht.

In diesem Zusammenhang tauchen immer wieder Fragen auf wie: Gibt es eine optimale Krebs Ernährung? Was ist eine entzündungshemmende Ernährung? Wie ist die ideale Ernährung bei Diabetes? Gibt es eine spezielle Eisenmangel Ernährung? All diesen Fragen werde ich mich im nachfolgenden Artikel widmen.

Dennoch darf man dabei nicht vergessen: Ernährung ist ein hochkomplexes Thema, welches man sehr differenziert betrachten muss.

Zuckerfreie Ernährung

Die zuckerfreie Ernährung ist derzeit in aller Munde. Das verwundert aber auch nicht weiter, denn dass Zucker nicht gesund ist, ist nicht wirklich etwas Neues. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: es ist alles Gewöhnungssache. Aber es fällt dennoch ziemlich schwer, den Zuckerkonsum auf null herunterzufahren. Immerhin handelt es sich um eine Zucker-Sucht. Außerdem muss man differenzieren. Ist bei der zuckerfreien Ernährung nun eine Ernährung gemeint, die ohne Industriezucker auskommt oder eine, die komplett ohne Zucker, also auch ohne Fruchtzucker auskommt? Dann sieht es nämlich eindeutig schwieriger aus.

Zucker ist eine Sucht. Industriezucker wie er in Cola vorkommt, ist sehr schädlich für uns.

Über den ersten Fall, also die Ernährung ohne Industriezucker kann ich nur Positives berichten. Ich habe es ausprobiert, drei Wochen lang ohne Industriezucker auszukommen, was relativ leicht umsetzbar ist. Mittlerweile ist der Markt an Zuckeraustauschstoffen so groß, dass das auch wirklich kein Problem mehr darstellt. Statt Zucker einfach auf Agavendicksaft umzusteigen, ist nicht sinnvoll. Es sollten stattdessen Süßungsmittel wie Reissirup, Dattelsirup oder Kokosblütenzucker zum Einsatz kommen. Oder noch besser: gar nicht süßen, wenn möglich. Du wirst sehen: Vieles ist einfach nur Gewohnheit. Hat man sich erst mal an einen weniger süßen Geschmack gewöhnt, schmeckt das Essen oder Trinken auch ungesüßt gut.

Glutenfreie Ernährung, Histamin Intoleranz Ernährung

Auch die glutenfreie Ernährung gewinnt immer mehr an Bedeutung. In den letzten Jahren hört man vermehrt von Menschen, die Gluten nicht vertragen. Vermutlich liegt das daran, dass die heutigen Getreidearten völlig überzüchtet sind und der menschliche Darm sie deswegen nicht mehr verträgt. Die Folge: Bauchschmerzen und Blähungen. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Mensch per se auf Weizen verzichten muss. Wer allerdings tatsächlich unter Zöliakie bzw. Glutenunverträglichkeit leidet, muss auf glutenfreie Lebensmittel wie Hirse, Amaranth und Quinoa ausweichen. Aber auch das ist heutzutage kein Problem mehr. Im Handel gibt es mittlerweile ein großes Angebot an glutenfreien Produkten.

Etwas anders sieht es aus bei der Histamin Intoleranz. Es handelt sich hierbei um eine angeborene Stoffwechselstörung. Die Symptome hierbei gleichen einer Allergie. Es ist ziemlich schwierig, eine Histamin Intoleranz überhaupt als solche zu erkennen. Ist erst einmal die Diagnose gestellt, muss der Betroffene auf ziemlich viele Lebensmittel verzichten. Dazu gehören unter anderem gereifte Käsesorten, gereifte Wurstsorten, Schimmelpilzkäse, Banane, Tomaten, Erdbeeren, gereifte Fischsorten, aber auch Alkohol sowie hefehaltige Lebensmittel und Backwaren.

Gesunde Ernährung: Krebs Ernährung

Wie es mit der Krebs Ernährung aussieht, darüber scheiden sich ebenfalls die Geister. Es gibt hierfür verschiedene Ansätze. Da ich kein Arzt und auch kein Ernährungsberater bin, kann ich wiedergeben, was ich dazu im Familien- und Freundeskreis gelernt habe. Eine Meinung muss sich hierüber wohl jeder selbst bilden. Die einen empfehlen bei Krebs, auf Zucker ausnahmslos zu verzichten, da ein Zuckerverzicht den Krebs aushungern soll. Allerdings gehören hier auch jegliche Art von Früchten dazu, andere wiederum schwören auf die Eiweiß Öl Diät. Wieder andere versuchen Krebs den Kampf anzusagen, indem sie Fleisch oder Milchprodukte weglassen. Definitiv ist es empfehlenswert, den Konsum von Zucker, Fleisch und Wurst deutlich zurückzufahren, wenn eine Krebserkrankung vorliegt.

Entzündungshemmende Ernährung, Morbus Crohn Ernährung, Colitits Ulcerosa Ernährung

Zu den entzündlichen Erkrankungen gehören unter anderem Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa und weitere Autoimmunerkrankungen. Insofern bietet es sich gerade bei diesen Krankheiten an, auf eine entzündungshemmende Ernährung umzusteigen.

Allen diesen Krankheiten ist es gemein, dass sie sich durch entzündungsfördernde Lebensmittel möglicherweise verschlechtern. In tierischen Produkten steckt Arachidonsäure. Genau dies aber sollte dringend vermeiden werden, da es als entzündungsfördernd gilt.

Es kann also sinnvoll sein, gerade bei Krankheiten, bei denen der Körper Entzündungsreaktionen zeigt, auf eine Ernährung umzusteigen, die weitgehend ohne tierischen Fette auskommt.

Dasselbe gilt für Purine, die in tierischen Lebensmitteln wie Innereien, Fleisch, Wurst, Geflügel und in einigen Fischarten vorkommen. Im Körper werden Purine in Harnsäure umgewandelt. Ist der Harnsäurespiegel zu hoch, kann daraus Gicht oder Arthrose entstehen.

Empfehlenswert ist es hier also immer, stattdessen auf eine vollwertige Ernährung, die auf Pflanzenkost basiert, umzusteigen. Diese sollte vor allem Gemüse, Vollkornprodukte, Obst und Hülsenfrüchte beinhalten.

BONUS HACK
Mein persönlicher Hack bei Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa: Vermeide so viel Zucker wie möglich und tausche Fleisch und Wurst durch Gemüse. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das sehr gut hilft. Das ist leichter als du denkst!

Ernährung bei Diabetes

Auch Diabetes zählt zu den Krankheiten, die du gut durch die richtige Ernährung beeinflussen kannst. Empfohlen wird hier ganz offiziell, dass Diabeteskranke auf eine pflanzliche basierte, vollwertige Ernährung zurückgreifen sollen. Im Klartext heißt das, so wenig tierische Produkte wie möglich (dazu gehören, Fleisch, Wurst, Eier, aber auch Milchprodukte), stattdessen lieber viel Getreide, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen. Einzige Ausnahme: Fisch. Fisch darf einmal pro Woche auf dem Speiseplan stehen, weil er gesunde Omega 3 Fettsäuren enthält. Es geht aber auch ohne. Stattdessen kann dann zum Beispiel auf Hanf- oder Leinsamen zurückgegriffen werden. Salz und Zucker wiederum sollten auf ein Mindestmaß reduziert werden, denn weder das eine noch das andere ist bei einer Diabetes Erkrankung wirklich gesund.

Auch hier gilt: am besten selber und frisch kochen und so selten wie möglich auf Fastfood oder Fertiggerichte zurückgreifen.

Ernährung bei Durchfall, Ernährung bei Blähungen

Auch bei speziellen Problemen kann die Ernährung eine wichtige Rolle spielen. Wie ist die ideale Ernährung bei Durchfall? Am besten sollte hier auf Reis, Kartoffeln und Schonkost ausgewichen werden. Weiterhin erlaubt sind geriebener Apfel, pürierte Banane unnatürlich der Klassiker Zwieback. Bei Durchfall sollte generell immer darauf geachtet werden, dass dem Körper ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung gestellt wird, ansonsten droht ein Verlust von Elektrolyten. Hält der Durchfall länger an, sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden. Finde hier 3 Hacks für die Eindickung deines Stuhls.

Viele Menschen plagen sich ernährungsbedingt mit Blähungen herum. Allerdings ist es nicht ganz einfach, hier konkret zu sagen, woher es kommt. Generell als blähende gelten Kohlsorten, Hülsenfrüchte und Bohnen, aber auch kohlensäurehaltige Getränke. Solltest du unter Blähungen leiden, solltest du diese Lebensmittel reduzieren und mit verdauungsfördernden Kräutern wie Kümmel, Anis und Majoran kochen. Dies wirkt auf den Darm regelrecht als Entspannung.

Blähungen können aber auch noch ganz andere Ursachen haben, nämlich Stress zu wenig Bewegung, Reizdarm, Laktoseintoleranz oder eine Störung der Darmflora. Wenn du mit einer blähungsarmen Ernährung nicht weiterkommst, solltest du den Arzt aufsuchen.

Eisenmangel Ernährung

Bei jeder Art von Ernährung kann es zu einem Eisenmangel kommen. Was viele nicht wissen: Eisen steckt nicht nur in Fleisch, sondern auch in Gemüse, Petersilie, Haferflocken, Nüssen, grünem Gemüse etc.

Bei Fleisch ist es genau genommen vor allem die Leber, die viel Eisen enthält. Und das essen wohl die allerwenigsten wirklich gerne und oft. Wichtig bei einem Eisenmangel ist, zu den eisenhaltigen Lebensmitteln keine Milchprodukte zu verzehren, da diese die Eisenaufnahme hemmen. Vitamin C hingegen steigert die Aufnahme. Du könntest also morgens dein Müsli mit Haferflocken anstatt mit Milchkaffee mit einem Glas Orangensaft kombinieren.

Man kann es also drehen und wenden, wie man will: eine ausgewogene, gesunde Ernährung basiert hauptsächlich auf pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst, aber auch Nüsse und Samen. Bei vielen Krankheiten wird empfohlen, auf Fleisch und Wurst komplett zu verzichten, in einigen Fällen werden auch Milchprodukte als äußerst kritisch angesehen.

Am besten ist es aber ohnehin, wenn du so oft wie möglich selber frisch kochst, wenn dann weißt du ganz genau, was in diesem Essen drin ist. Du kannst selber beeinflussen, wieviel Zucker und fett am Ende drinsteckt, was bei fertigem Essen nicht der Fall ist. Zudem solltest du pro Tag am besten 1 bis 1,5 Liter Wasser trinken und auf gesüßte Getränke und Alkohol am besten komplett verzichten.

Auch wenn es zuerst mal hart klingt: So sieht gesunde Ernährung aus.


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