5 Hacks um deine Zuckersucht zu besiegen

Es war vor einem Jahr an einem verregneten Sonntag. Ich las ein Buch über zuckerfreies Leben. Warum? Ich hatte nie vor, zuckerfrei zu leben. Doch mir war bewusst, dass ich zu viel von dem weißen Zeug konsumiere. Zu gerne griff ich zur Cola („ich trinke ja keinen Kaffee, ein bisschen Koffein brauche ich auch.“). Und zu lecker schmeckten die Gummibärchen und Schokolade („ich bin traurig und brauche deshalb ein Stück Schokolade“). Rückblickend erkenne ich anhand solcher Aussagen die Zuckersucht deutlich.

Dass Zucker Entzündungen im Körper fördert, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch auch wenn ich Zucker reduzieren wollte, kam ich nie so richtig davon weg. Alternative Süßungsmittel, die in den sogenannten „zuckerfreien“ Produkten stecken, sind ja größtenteils auch nicht gut – teilweise sogar noch schädlicher als der raffinierte Zucker.

Also entschied ich mich für den radikalen Weg. Wie eine Gehirnwäsche sollte das Buch wirken, um die positiven Assoziationen durch negative Assoziationen zu ersetzen. Neben dem Buch las ich viele weitere Artikel, schaute Dokumentationen und hörte Podcasts. Und tatsächlich bewirkte es sehr viel in mir. Und schnell merkte ich, wie gut mir es tat, den Zucker drastisch zu reduzieren.

Im folgenden habe ich dir 5 Hacks zusammengestellt, mit denen auch du deine Entzündungen reduzieren kannst, indem du deinen Zuckerkonsum reduzierst. Du kannst diese Hacks der Reihe nach umsetzen und so Schritt für Schritt deine Zuckersucht besiegen.

Warum ist Zucker schädlich?

Wir unterscheiden zwischen „gutem Zucker“, den wir über pflanzliche Lebensmittel zu uns nehmen und „schlechtem Zucker“, der z.B. aus Zuckerrohr raffiniert und somit industriell verarbeitet wird. Er liefert leere Kohlenhydrate, mit denen der Körper nichts anfangen kann.

Abgesehen davon erhöht Zucker den Insulinspiegel. Ist dieser oft oder sogar dauerhaft erhöht, wirkt dieser entzündungsfördernd. Chronische Erkrankungen und bereits bestehende Entzündungen werden gefördert.

Neben dem raffinierten Zucker gibt es auch den „guten“ Zucker, der z.B. in Obst vorkommt. Dieser ist grundsätzlich gesünder – jedoch nur in normalen Mengen.

#1 Gestehe dir ein, dass du zuckersüchtig bist

Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass sie unter einer Zuckersucht leiden. Doch Zucker ist heutzutage in sehr vielen Lebensmitteln enthalten, ohne dass es uns bewusst ist.

Das Verrückteste, was ich je zu dem Thema gehört habe war, dass der Körper Cola und Fanta braucht. Tatsächlich sind viele Menschen davon überzeugt.

Üblicherweise werden wir vor möglichen Süchten gewarnt und ferngehalten – wie Zigaretten oder harten Drogen. Doch erstaunlicherweise werden wir ab dem wir Kleinkinder sind, auf Zucker konditioniert. Wir werden ständig mit Süßigkeiten belohnt – zum Geburtstag, zu Weihnachten oder weil wir etwas besonders gut gemacht haben. Dabei wird der Zucker in unserem Gehirn als etwas sehr positives abgespeichert.

Diese Gehirnwäsche, der wir bereits von Klein an unterzogen sind, führt uns meist zu einer lebenslangen Zuckersucht.

Bonus Hack
Gehe in einen Supermarkt, nimm dir einen Einkaufswagen und einen Einkaufskorb. Packe alle Lebensmittel ohne Zucker in den Einkaufswagen, alle mit Zucker in den Korb. Beachte, dass sich industrieller Zucker u.a. auch in Nudeln, Fruchtsäften und Fertigprodukten befindet. Du wirst erstaunt sein, in wie vielen Lebensmitteln Zucker enthalten ist.

#2 Mache dir bewusst, was Zucker in dir zerstört

Der Zucker gelangt in kurzer Zeit als Glucose in unser Blut. Die Bauchspeicheldrüse wird dadurch veranlasst, Insulin auszuschütten.

Ein erhöhter Insulinspiegel wirkt entzündungsfördernd. Das Risiko auf eine Erkrankung wie Diabetes, Krebs, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Probleme steigt rapide an. Bestehende Entzündungen im Körper werden verstärkt. Zudem verursacht Zucker Karies.

Neben dem erhöhten Risiko einer Erkrankung macht Zucker zudem dick. Die zugeführte Glucose wird in unsere Muskelzellen gepumpt und dort verarbeitet oder gespeichert. Ist der Glucosespeicher voll, wird sie als Fett umgewandelt.

Der Körper selbst will diesen industriell hergestellten Zucker nicht. Durch die Gehirnwäsche, die wir bereits als Kinder und durch die Werbung erfahren, sind wir diesem Zucker sehr positiv zugeneigt.

Daraus resultiert das Unfassbare: Wir schaden unserem Körper, setzen uns erhöhten Risiken aus, verschlechtern unsere Gesundheit und denken dabei, dass wir uns etwas Gutes tun.

#3 Reduziere langsam, nicht alles auf einmal

Es kann frustrierend sein, wenn du zu schnell zu viel möchtest. Um Gewohnheiten zu ändern, benötigt man Zeit. Deshalb gehe einen Schritt nach dem anderen. Nachdem du dir bewusst gemacht hast, was Zucker mit deinem Körper anrichtet und wo er überall enthalten ist, nimm dir nach und nach vor, auf gewisse Lebensmittel zu verzichten.

Zusätzlich kannst du alles, was du isst, in einem Ernährungstagebuch festhalten. Markiere mit einem roten Stift die Lebensmittel, in denen Zucker enthalten ist. Das gibt dir einen guten Überblick und zeigt dir, welche Lebensmittel mit Zucker du üblicherweise konsumierst.

Ich habe mir alternative süße Lebensmittel gesucht, die kein oder nur sehr wenig Zucker enthalten. Zum Beispiel kannst du einen leckeren Schokopudding mit Agavensirup selbst zubereiten.

Interessante Zucker-Fakten

#4 Meditiere!

Um die Gedanken zur Gewohnheit werden zu lassen, habe ich viel dazu in meinen Meditationen durchgenommen. Wenn du in der Stille sitzt, deine Reize minimiert hast und ganz bei dir bist, hast die besten Möglichkeiten, auf dich selbst einzuwirken.

In einer Studie wurde der Effekt von Meditation auf den Blutzucker- und Insulinspiegel untersucht. Nach 6 Monaten konnte ein signifikanter Rückgang der Werte nachgewiesen werden.

Während der Meditation stelle ich mir vor, dass Zucker mein Feind ist und ich ihn erfolgreich bekämpfe. Danach spüre ich das Glück in meinem Körper, weil ich ohne Zucker lebe.

Wie fühlt es sich bei dir an, nachdem du den Zucker bekämpft hast?

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#5 Höre nicht auf dieses Bewusstsein zu stärken

Mache dir regelmäßig bewusst, wie schädlich Zucker für deinen Körper ist. Gerade am Anfang ist es ein Prozess, der nicht von heute auf morgen beendet ist. Je häufiger zu dir diese Gedanken ins Bewusstsein rufst, desto besser.

Ausnahmen sind natürlich erlaubt, aber vermeide sie nach Möglichkeit. Aus „nur das eine Mal“ wird gerne ein weiteres „nur das eine Mal“ und schnell bist du wieder süchtig.

Ich selbst handle es so, dass ich nicht komplett auf Zucker verzichte. Doch auf die großen Zuckerbomben wie Cola, Fast Food, Zucker im Tee, Süßigkeiten, Fertigprodukte o.ä. verzichte ich.

Freue dich jedes Mal, wenn du es schaffst, auf Zucker zu verzichten. Und bald wirst du merken, dass dir Lebensmittel plötzlich zu süß sind, wenn du sie eine Weile weggelassen hast.

Fazit: Zuckersucht besiegen

Am Anfang kann es dir schwer fallen, viele Lebensmittel zu reduzieren oder ganz weg zu lassen. Dein Gehirn wird dir signalisieren, dass du es willst und brauchst. Doch rufe dir ins Gedächtnis, dass dies eine reine Kopfsache ist und das dein Körper nicht will.

Nach 30 Tagen wirst du bereits eine deutliche Besserung merken – weniger Heißhungerattacken, schönere Haut und ein besseres Geschmacksempfinden.

Mit diesen 5 Hacks konnte ich meinen Zuckerkonsum und meine Zuckersucht drastisch reduzieren. Ich bin sehr auf deine Erfahrungen gespannt! Schreibe mir einen Kommentar, was du erlebt hast.

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