Entspannung Definition – Wie entspannt man richtig und warum?

Leider kommt im meist viel zu hektischen Alltag die Entspannung viel zu kurz. Wer hat schon bei den vielen Terminen, Verabredungen und bei all der Hektik noch Zeit, sich regelmäßig zu entspannen? Tatsächlich bleibt dafür oftmals kein Zeitfenster übrig. Und das kann zum wirklichen Problem werden.

Wer jedoch zu wenig Zeit findet zum Entspannen, bekommt möglicherweise irgendwann Probleme mit dem Schlafen, zu wenig Erholung und leidet mehr und mehr unter Druck und Stress.

Ich merke das ganz deutlich an mir selber: Es ist wichtig, dass in meinem Leben ausreichend Raum für Entspannung vorhanden ist. Es ist sogar essentiell, wenn wir gesund bleiben und unsere volle Leistung aufrechterhalten wollen.

Phasen, in denen der Körper angespannt ist, müssen sich mit Phasen der Entspannung abwechseln. Und dabei sollte möglichst ein Gleichgewicht zwischen der einen und der anderen Phase herrschen.

In der Regel sind die Phasen der Anspannung während des Berufs, während die Phasen der Entspannung in der Freizeit stattfinden.

Eine gute Work Life Balance gehört also unbedingt dazu, wenn wir gut und glücklich, aber auch wenn wir gesund leben wollen. Und darauf achte ich seit einiger Zeit verstärkt. Herrscht hingegen ein Ungleichgewicht, schränkt das unsere Lebensqualität und unsere Leistungsfähigkeit ein. 

Welche Entspannungsmöglichkeiten gibt es eigentlich – für zuhause, für unterwegs, für das Büro oder abends, um besser einschlafen zu können?

Sind Yoga, Meditation oder vielleicht sogar Hypnose zur Entspannung wichtig? Welche Rolle spielt die Ernährung? Spielt sie überhaupt eine Rolle beim Thema Entspannung? Was kann man dafür tun, dass der Stress nicht überhandnimmt? Wie findet man in stressigen Zeiten mehr Gelassenheit? Und: Braucht man zur Entspannung Musik?

Ich selber kenne das Problem mit dem Stress nur allzu gut. In der Arbeit, oder bereits im Studium, wird immer mehr verlangt. Selbst in meiner Freizeit konnte ich lange Zeit nicht abschalten, sondern musste immer wieder an die ToDos denken, die ich noch zu erledigen habe bzw. schwierige Gespräche, die ich noch zu führen habe.

Ich habe allerdings für mich einen Weg gefunden, mehr Gelassenheit und Entspannung zu finden. Deswegen möchte ich dir im Folgenden ein paar Tipps geben, damit auch du davon profitieren kannst.

Entschleunigung ist angesagt!

Was ist eigentlich die Definition von Entspannung?

Schauen wir uns doch zuallererst einmal die Definition von Entspannung etwas genauer an. Was genau steckt dahinter? Es ist eigentlich ganz einfach: Entspannung ist das Gegenteil von Anspannung.

Entspannung zeichnet sich dadurch aus, dass sowohl der Körper als auch der Geist zur Ruhe kommen. Die Spannung der Muskeln nimmt ab, der Blutdruck sinkt und für den Körper ist dies gerade nach stressigen Zeiten ein echter Segen.

Die Folge von fehlender Entspannung

Fallen die Phasen der Entspannung auf Dauer zu kurz aus, kann es zu Krankheiten, Bluthochdruck, muskulären Verspannungen, Schlafstörungen und Burnout kommen. In diesem Fall muss der Betroffene sich oftmals einer langen Therapie unterziehen. Es ist also allemal besser, wenn du rechtzeitig gegen den Stress angehst und für ruhigere Phasen der Entspannung sorgst.

Entspannung zum Einschlafen

Zu viel Stress und zu wenig Entspannung machen sich oftmals gerade abends bemerkbar, wenn es ans Einschlafen geht. Bestimmt kennst du das Problem auch: du liegst abends im Bett, bist eigentlich hundemüde. Einschlafen allerdings kannst du auch nicht, denn dazu kreisen dir viel zu viele Gedanken im Kopf herum, die dich daran hindern, endlich in den Schlaf zu finden. Schäfchen zählen zum Einschlafen? Das kannst du natürlich einmal ausprobieren. Mir selber hat es allerdings nur wenig gebracht.

Entspannend zum Einschlafen wirkt unter anderem Entspannungsmusik, die du ganz leise im Hintergrund laufen lassen kannst. Vielen hilft es auch, abends vor dem Einschlafen noch eine Runde zu meditieren, autogenes Training oder Yoga zu machen.

Es gibt alternativ auch spezielle Hörbücher mit Traumreisen oder meditativer Musik, die beim Entspannen helfen und das Einschlafen fördern. Auch Naturgeräusche wirken erfahrungsgemäß entspannend. Du kannst dich komplett fallen lassen und dich ganz auf die Entspannung konzentrieren.

Vielen hilft zum abendlichen Einschlafen das gut alte, Vollbad. Es wirkt positiv auf dein Stresslevel und sorgt dafür, dass du herunterkommst. Noch besser klappt das, wenn im Hintergrund Entspannungsmusik läuft. Mache dein eigenes Badezimmer zur Wellness Oase und sorge für maximale Entspannung! Das geht natürlich auch tagsüber, wenn du Zeit dafür hast.

BONUS HACK
Ein besonderer Hack um schnell einzuschlafen: Trinke eine Tasse warmen Tee, schalte Meditationsmusik ein und schaffe dir mit elektrischen Teelichtern eine harmonische Umgebung. Konzentriere dich auf deinen Atem, zähle die Atemzüge bis 10 und beginne danach wieder bei 1. Du wirst sehen – damit bist du schnell im Land der Träume 🙂

Entspannung Tipps

Wenn du ständig unter Stress leidest, solltest du dir öfter Auszeiten gönnen! Und zwar auch dann, wenn du der Meinung bist, dass dafür absolut kein Freiraum vorhanden ist. Immer gibt es irgendetwas Wichtiges zu tun, was nicht warten kann. Trotzdem gibt es immer den einen oder anderen kleinen Moment, der frei ist! Typisch hierfür ist die Toilettenpause, der Weg zum nächsten Meeting oder die Fahrt im Aufzug. Und genau diese Momente musst du für dich ausnutzen. Atme tief durch, lenke die Gedanken auf dich und sorge für eine kurze Auszeit. Und bedenke Folgendes: Gelassenheit beginnt im Kopf!

Auch positives Denken kann dir dabei helfen, zu entspannen. Schon alleine ein Lächeln wirkt entspannend und hilft dabei, dass deine Stresshormone abgebaut werden. Denke zwischendurch einfach: „Ich bin toll. Ich liebe mich.“ Das gibt dir neue Energie für den Tag.

Auch eine Atem Entspannung kann hilfreich sein. Deine Atmung kannst du effektiv dazu einsetzen, um den Körper und dein Geist zu entspannen. Das funktioniert beim Yoga, geht aber auch etwas einfacher. Durch Singen zum Beispiel. Singen macht nämlich ebenfalls wie Lächeln gute Laune und ist damit ein echter Stresskiller. Du musst ja nicht zwingend im Büro singen, wenn das dann womöglich deine Kollegen stresst. Aber zuhause für dich alleine ist es eine gute Möglichkeit, lauthals vor sich hin zu singen oder in Gemeinschaft, zum Beispiel in einem Chor.

Mehr dazu:
Wie Atemübungen gegen Stress Wunder bewirken

Ebenfalls hilfreich ist ein Spaziergang an der frischen Luft. Dabei werden Stresshormone abgebaut und der Kreislauf angeregt. Am besten ist es natürlich, wenn der Spaziergang in der freien Natur stattfindet, ansonsten hilft es aber auch, wenn du, um den Kopf freizubekommen, einfach ein paar Minuten ins Freie gehst und eine Runde um den Block drehst.

So viel Zeit sollte immer vorhanden sein! Noch besser funktioniert das Entspannen im Freien übrigens mit Sonne. Die Wärme macht gut Laune und du schlägst gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, weil du Vitamin D tankst, was ebenfalls als stimmungsaufhellend gilt.

Da Wärme entspannend wirkt, muss es nicht unbedingt in Form von Sonne sein. Auch eine Wärmflasche, eine Wärmelampe oder eine Tasse Tee wirken entspannend und wohltuend.

Bei mir selber funktioniert die Entspannung vor allem mit Düften ganz hervorragend. Suche dir einen Duft aus, den du als angenehm empfindest. Vor allem Lavendel hilft beim Entspannen. Du kannst ihn in eine Duftlampe geben, Räucherstäbchen anzünden, was immer dir am besten gefällt.

Wege zu mehr Gelassenheit

Gelassenheit lautet das Zauberwort, wenn es um Entspannung geht. Die meisten Menschen, die sich nicht entspannen können, haben nicht die nötige Gelassenheit. Sie lassen sich von ihren Ängsten und Zwängen leiten und permanent unter Druck setzen. Was genau ist die Konsequenz, wenn Aufgabe A oder B nicht heute, sondern erst morgen fertig werden?

Hilft gesunde Ernährung beim Entspannen?

Das ist tatsächlich eine interessante Frage: Hilft gesunde Ernährung beim Entspannen? Gegenfrage: Warum eigentlich nicht? Gesunde Ernährung versorgt uns mit vielen Vitaminen und Nährstoffen, die natürlich auch für unser Gehirn wichtig sind. Fast Food, zu viel Fett und Zucker hingegen entziehen uns regelrecht die Energie. Wir fühlen uns müde und träge – genau der falsche Zustand, um stressige Phasen besser wegstecken zu können.

Anstatt fettiger Kuchen, Torten, Schokoriegel und Co. sollten also tagsüber als Zwischenmahlzeit lieber Obst, Powerriegel und Nüsse auf dem Speiseplan stehen.

Entspannung für Kinder

Auch Kinder leiden heute schon vermehrt unter Stress. Das fängt sogar schon in der Grundschule an. Kindern, die gestresst sind, hilft autogenes Training oder Yoga. Auch Traumreisen sind ein wunderbares Mittel, um Kindern zu mehr Ruhe zu verhelfen. Viel zu schnell wird hier die Diagnose ADHS gestellt, dabei brauchen gestresste Kinder Ruhepole und Möglichkeiten, um abzuschalten, ganz genau wie auch wir Erwachsene. Yoga oder autogenes Training für Kinder wird allerdings etwas anders, vor allem spielerischer angewendet als bei Erwachsenen.

Entspannung Hypnose

Hypnose kann dabei helfen, innere Unruhe in innere Ruhe zu verwandeln. Allerdings musst du ganz klar bereit dazu sein, dich drauf einzulassen. Mit Hilfe von Hypnose kannst du eine regelrechte Tiefenentspannung erreichen. Geh aber nicht einfach zu irgendeinem Hypnotiseur, sondern erkundige dich vorher genau, ob er sein Handwerk versteht und ob es vielleicht die eine oder andere Empfehlung für ihn gibt. Einen guten Hypnotiseur zu finden, ist leider gar nicht so einfach.

Meditation, progressive Muskelentspannung, Yoga zur Entspannung

Yoga ist derzeit eine der beliebten Entspannungstechniken, die es gibt. Yoga verbinden viele fälschlicherweise mit Religion. In Wahrheit jedoch hat Yoga damit nicht zwingend etwas zu tun, im Gegenteil, es wird genauso von konfessionslosen Menschen praktiziert.

In der Religion, zum Beispiel beim Buddhismus, speilen Meditations- und Entspannungstechniken eine wichtige Rolle. Aber auch hier gilt: Man muss nicht zwingend religiös sein, um Meditation auszuüben. Im Übrigen lässt sich Meditation zur Entspannung ganz einfach selber erlernen und zuhause anwenden. Wenn du eine Hemmschwelle hast und dich nicht so recht herantraust, kaufe dir am besten ein Buch oder eine gute CD über Meditation. Natürlich gibt es auch im Internet zahlreiche Videos, mit denen du dir Meditieren beibringen kannst.

Zu nennen wäre in diesem Zusammenhang auch noch die progressive Muskelentspannung und das autogene Training. Beides ist aber nicht ganz einfach zu erlernen – auch hier solltest du am besten einen Kurs besuchen, in dem man dir genau zeigt, worauf du achten solltest.

Fazit

Zur Entspannung musst du nicht gleich ins Kloster gehen! Eine andere Einstellung, ein fester Zeitplan, in dem auch kleine Auszeiten Platz haben, Gelassenheit, gute Laune, Bewegung,  gesunde Ernährung, darüber hinaus aber auch Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training und progressive Muskelentspannung können dir dabei helfen, dein inneres Gleichgewicht wiederherzustellen.


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